Es bleibt auch am 5. Tag des Dschungelcamps so, dass maßgeblich Danni und Elena für unsere Unterhaltung zuständig sind. Gut, etwas Tratsch noch, aber auch hier ist Dannis Tratsch ganz weit vorn. Das Leben gab ihr Zitronen und sie macht ein dauerhaftes Drama draus.
Der mit Fleischabfällen bestückte Fahrstuhl bewegt sich nach unten. Direkt bekommt Danni eine Kakerlakendusche, schreit und wimmert. Als sich die Tür zum ersten Raum öffnet und Danni einige Pythons erblickt, ist es um sie geschehen. Sie weint und schluchzt bitterlich: „Ich kann das nicht. Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Heulend und nach Luft schnappend bricht die Kult-Auswanderin damit die Dschungelprüfung ab: null Sterne!
Keine Ahnung, weshalb sie dann in den Dschungel geht, wenn sie sich nicht vornimmt, ihre Ängst zu überwinden. Da war sie die Chance. Aber, nein. Sie ist psychisch nicht sehr weit entwickelt, das wurde klar.
Danni hatte es nicht leicht
Und das merkt man auch. Klar, dass ihr Mann so früh an einer schrecklichen Krankheit starb, ist bitter und da hat sie unser aller Mitgefühle und unserer Solidarität. Wir verstehen nach dem wir ihre Geschichten gehört haben, vielleicht besser, weshalb sie so schwierig ist und manchmal auch so dumm. Sie hatte es nicht leicht, von ihren Typen früher aufs Maul gekriegt. Oder wie sie selber erzählt und das ist wirklich krass:
“ „Ganz früher war ich ein Papakind. Mit 13 Jahren ist dann etwas passiert, das nicht so schön war. Ich habe ihn danach nie mehr gesehen. War auch gut so! Das war so schlimm. Wir haben immer mitbekommen, wenn er unsere Mutter verprügelt hat, da mussten wir immer zugucken. Deshalb wollte ich nie, dass meine Kinder merken, wenn es mir scheiße geht oder ich verprügelt werde – aber sie haben es bei mir auch mitbekommen.“ Claudia will wissen, ob Danni noch Kontakt zum Vater ihrer drei älteren Kinder hat. „Der ist tot – Herzinfarkt mit 34“, so Danni. „Ich habe fünf Kinder und beide Väter sind tot. Und dann gibt es Leute, die mich Schwarze Witwe nennen…“, sagt sie ungläubig. Bevor sie Jens kennenlernte, gab es aber noch einen Mann, mit dem Danni schlechte Erfahrungen gemacht hat: „Der hat mich beschimpft, bespuckt, auch mal geschlagen, sodass ich krank wurde. Manchmal dachte ich: ‚Du musst dich umbringen.‘ Eine Psychologin wollte mich einweisen. Das war wie Borderline. Ich war psychisch krank. Ich habe mich so stark geschlagen, dass ich Beulen und blaue Flecken hatte. Mit dem Typen ging das sechs, sieben Jahre. Das war so schlimm damals. Von sieben Tagen in der Woche habe ich fünf Tage durchgeheult. Und dann kam Jens. Zu Jens habe ich immer gesagt: ‚Ich bin ein Wrack.‘ Er war mein absoluter Seelenbalsam, er war so besonders. Bei ihm durfte ich so sein, wie ich bin.“

Wünschen wir Danni, dass sie die Kurve kriegt und endlich mal ein normales Leben führen kann. Das Dschungelcamp kann ihr dabei nicht helfen. Es vergibt Zitronen.
Schatzsuche mit Anadingsbums und Raul

Gibt das Leben dir Zitronen – mach ein Drama draus
Ein Drehstuhl und eine Wand mit zwölf Bildern warten irgendwo tief im Dschungel auf Anastasiya und Raúl. Nachdem beide versucht haben, sich die Bilder einzuprägen, werden diese umgedreht. Nacheinander müssen sie dann auf dem Schleudersitz Platz nehmen. Während sich der Stuhl dreht, werden Fragen wie „Welches bekannte Gebäude steht in Sydney?“ oder „Welches kleine Tier mit acht Beinen ist eines der gefährlichsten in Australien?“ gestellt. Wenn der Stuhl stoppt, muss der Promi lostorkeln und das richtige Bild als Antwort umdrehen. Für jede richtig beantwortete Frage gibt es einen Schlüssel – doch nur ein Schlüssel öffnet das Schloss an der Kette der Schatztruhe. Die beiden Stars beweisen echt Nervenstärke und ein gutes Erinnerungsvermögen. Fast alle Fragen bzw. Bilder werden richtig beantwortet. Nur einmal patzt Raúl. Bei der Frage „Welches Säugetier trägt seinen Nachwuchs im Beutel?“ dreht er das Koala-Bild um. „Nein, Mist“, ruft der Schauspieler. „Das ist natürlich falsch. Es ist das Känguru!“
Doch der richtige Schlüssel ist bei den anderen erkämpften dabei. Glücklich kommen die erfolgreichen Schatzsucher mit der Kiste ins Camp. Dort muss die Gruppe folgende Frage beantworten:
Wer hat mehr Instagram Follower?
- a. Donald Trump
- b. Toni Kroos
„Der Trump macht doch nur Twitter“, ruft Claudia. Schnell sind sich alle einig und nehmen B. Richtig! Strahlend fischt Anastasiya eine Zitrone aus der Kiste. Die Freude ist groß, nur bei Elena mal wieder nicht: „Ich bin allergisch gegen Zitronen – also bitte, bitte in kein Essen reinmachen!“

Marco kackt weiter ab
Marco ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Dschungelcamp deine psychische Abwehr zusammenkrachen lässt. Der Jetlag, das Klima, die fremden Leute, die Kameras., das wenige Essen … sorgen dafür, dass die Mauer fällt.

Gestern war es die Sehnsucht nach seiner Freundin Christina, jetzt ist es die Vergangenheit, die Marco Cerullo bitterlich weinen lässt. „Man fängt hier an, über sehr, sehr viele Dinge aus der Vergangenheit nachzudenken. In Deutschland lenkt man sich mit allem ab und versucht, alles zu vergessen. Hier bekommt man aber alles in die Fresse. Mich nimmt das hier richtig mit“, so der Bachelorette-Kandidat im Dschungeltelefon tränenüberströmt. „Früher war ich echt scheiße. Auch zu meinen Eltern. Ich habe die so oft verletzt, habe ganz viele Menschen auch enttäuscht. Das tut mir auch voll leid. Ich war das schwarze Schaf in der Familie. Ich zweifle oft an mir selber. Ich bin halt auch schwach. Innerlich ist das immer noch der kleine Marco.“ Auch gegenüber Claudia Norberg öffnet er sich ein wenig: „Ich bin ein schlimmes Kind früher gewesen, schon mit fünf, sechs Jahren war ich ganz, ganz schlimm. Ich habe sehr früh angefangen Alkohol zu trinken – mit elf, zwölf Jahren schon“, gesteht er. Claudia hat eine ganz besondere Methode, ihn aufzubauen. Lautstark, fast schon schimpfend, redet sie auf den 31-Jährigen ein: „Mein Gott, du hast so eine tolle Freundin. Schließ‘ die Vergangenheit ab, lass‘ dich nicht einholen und kontrollier deine Gedanken.“
Bild des Tages
