Also das steht schon mal fest: Jürgen ist der geborene Altenpfleger. Er hat Rolf an der Backe. Aber kann es sein, dass Rolf nur schauspielert, den alten Knacker nur spielt, die Hinfälligkeit gibt, um die anderen vorzuführen? Ricky hat da seine Zweifel. Er ist auf Gunter spezialisiert, der das Dschungelcamp bereits verlassen hat. Mit ungewaschenen Fingern versteht sich. Der einen Unterhose und dem vollgesabberten Hemd. Ist das Rock & Roll? Nein, ich fürchte das ist nicht mal Country. Das ist Western. Höchstens Bauer sucht Frau.
Ich meine, Gunter lässt sich nachts zum Klo schleppen, verrichtet leidenschaftlich seine Geschäfte, verziert die Klohbrille mit Unrat und … wäscht sich nicht mal die Hände, bevor er die Ghettofaust mit Jürgen macht. Nee, was ekelhaft. DAS ist die wahre Ekelprüfung – nicht nur für die Camp-Insassen.
Doch eine Frage der Ehre für uns Kerle: Warum sind es immer die Männer, die Kacke machen? Die alles vollsauen und den ganzen Dschungel zusammenscheißen? Gibt es nicht auch alte Herren, die ihre Würde waren, reinlich und sauber sind? Natürlich. Dennoch: Immer sind es Männer, die solche Scheiße bauen! Oftmals alte Männer. Ekelhaft.
Muss man Altenpflege wirklich ernsthaft lernen für die paar Handgriffe im Dschungelcamp? Was sagen die Pfleger Ricky und Briggide, von der man Gott sei Dank nicht allzu viel mitkriegt. Wir kennen ihre ollen Kamellen aber schon.
Die Jungs vom Seniorenstift
Zwei 70-Jährige sind in the house, Rolf und Gunter, die Jungs vom Dschungel-Seniorenstift. Ricky spielt Altenpfleger und begleitet Rolf zum Dschungelklo. Rolf: „Ist hier ein Licht drin?“ Ricky: „Jetzt bist du drin.“ Rolf: „Oh, die muss sauber gemacht werden.“ Rolf: „Ich finde den Deckel nicht.“ Ricky: „Lass mal auf, ich mache zu.“ Nach dem Geschäft führt Ricky den Schauspieler wieder ins Camp zurück.
Dort spricht er mit Brigidde auf der Pritsche über Rolf. Ricky: „Ein liebevoller Mann..“. Brigitte: „Ja, er ist fantastisch …“ Ricky: „Aber die Toilette!“ Und beide: „Oh, nein!“ Ricky: „Der sieht nix, überall, überall …“ Brigitte: „Oh, nein … Es tut weh, es ist eine Arbeit wie im Altersheim.“
Ricky: „Ich habe die ganze Zeit vor der Toilette gewartet und gehört, ob etwas in den Eimer gegangen ist. Und ich weiß nicht, ob etwas im Eimer ist.“ Brigitte entsetzt: „Du denkst, er hat alles über alles gemacht?“ Ricky bestätigt: „Daneben …“ Brigitte: „Oh, nein. Oh, mein Gott! Es ist wie bei Kindern.“ Ricky deutet auf den laut schnarchenden Gunter: „Wie bei ihm auch …“ Brigitte: „Es tut mir so leid, um diese zwei Männer wirklich …“ Ricky wieder über Rolf: „Ich habe ihn heute Nacht dreimal begleitet…“ Brigidde: „Wenn ich das sehe, dann verstehe ich, wie hart Krankenschwestern arbeiten müssen.“ Ricky: „Pfleger.“ Brigidde hat heute oftmals Gunter begleitet und kommentiert: „Was machen wir, wenn er fällt. Wir sehen nachts nichts. Ich bin keine Krankenschwester.“ Ricky: „Wir sind keine Altenpfleger.“ Brigidde: „Ich kann das nicht mehr machen, es ist genug. Ich will ja helfen, aber es ist zu gefährlich.“
Das beste aus dem Rentnercamp am Tag 5
Der alte Country-Barde („Töte mich, dann haben wir ne gute Quote“) hat sich diesen Titel wirklich verdient: König Gunter, Fäkal der Große! (gleichzeitig der beste Spruch an diesem Tag von Sonja und Daniel)
Opa Rolfens dagegen macht auf Kultur und wird lyrisch und es war sehr schön, was er sagte: Lachen ist Musik für die Seele! Sacht.
Der Tweet des Tages zum Dschungelcamp 2016 – Tag 5:
Gunter kackt neben's Klo und zieht dann aus. Genau mein Humor! 😀
www.twitter.com/hahallejulia/
Titelbild: Rolf mit Gunters Unterhose?