Brigitte Nielsen – Der Rückfall der Dschungelkönigin

Dschungelkönigin 2012 Brigitte Nielsen baute einen Rückfall und wurde besoffen auf einer Wiese gefilmt. Das soll im August gewesen sein. Nun hat sie aber nichts besseres zu tun, als das Licht der Öffentlichkeit zu suchen und sich und ihre Krankheit transparent zu machen. Natürlich, das „Licht der Öffentlichkeit“ wärmt. Aber ob das die richtige Politik ist? Löblich ist, dass sie offen damit umgeht. Obwohl ich noch in Erinnerung habe, dass sie sich im Dschungelcamp nicht eindeutig als alkoholabhängig bezeichnete. Eine Leistung ist es natürlich, als süchtiger Mensch 5 Jahre ohne seine Droge gelebt zu haben. Dennoch: Ein solcher Rückfall kann lebensgefährlich sein. Und nicht nur ihre Karriere gefährden.

Sie sucht in dieser Sache die Öffentlichkeit, weil sie gleich zwei Fernsehshows hat, eine davon in Dänemark. Und um diese nicht zu gefährden, erklärt Brigitte Nielsen vor den Kameras. Sie scheint nicht gut aufgeklärt über ihre Krankheit, denn als Alkoholikerin sollte man wissen, dass „negative Gefühle“, die sich nun einmal nicht vermeiden lassen im Leben, die Tür für einen Rückfall öffnen. Es liegt also an der Art, wie man mit diesen Gefühlen gelernt hat umzugehen und ob man gewillt ist volle Verantwortung dafür zu übernehmen.

Im Dschungelcamp jedenfalls war sie sehr amerikanisch, „immer“ gute Laune, immer „Huuuu“ trällen und mit Gewalt positiv sein. Das hat sie gelernt. Aus meiner Sicht ist das typisch für solche Frauen, für „abhängige“, für Frauen, die ihre „dunkle Seite“, ihre „Schmerzen“ allzu gern verdrängen und dadurch teilweise die Realität. Dies öffnet natürlich Tür und Tor für einen Rückfall in die alten Verhaltensweisen, da man nicht gut gelernt hat, mit diesen anderen Gefühlen, von denen man annimmt, damit nicht Dschungelkönigung werden zu können, angemessen umzugehen.

Bei sich zu sein und seine subtilen Gefühlen und Bedürfnissen gewahr zu sein, schafft man nur, wenn man ruhig ist und nicht wenn man wie eine alternde Cheerleader-Tante durch die Gegend jault.

Ich habe mit Brigitte Nielsen nicht als Dschungelkönigin gewünscht. Ich fand sie zu aufgesetzt. Dieser öffentlich gewordene Rückfall – der einzige in diesem Jahr? – bestätigt meine Haltung. Sich hat es sicher nicht leicht (gehabt), aber man muss auch nicht immer so sehr betont positiv sein. Weil das unnatürlich ist und nicht dem Innenleben entspricht.

Foto: Dorin Popa

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